Das Chronische Fatigue-Syndrom (CFS,ME)

Neu: Beschleunigte Überwindung der Erkrankung durch neues Therapieverfahren

Mit den folgenden Ausführungen, die auf langjährigen Erfahrungen mit einer großen Zahl von CFS-Patienten beruhen, möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die nach meiner Ansicht eigentliche Wurzel dieser Erkrankung richten.

Damit möchte ich Ihnen helfen, sich nicht mehr als Opfer einer mysteriösen, nach wie vor nicht richtig verstandenen Erkrankung zu fühlen. Wer sich die Mühe macht, seine eigene Lebensgeschichte gründlich zu durchforsten und zu verstehen, hat die Chance, durch ein komplexes Paket notwendiger Maßnahmen seine Erkrankung weitgehend aus eigener Kraft zu überwinden und zu besiegen. Dies geschieht, wenn Sie nicht mehr Opfer, sondern Gestalter ihrer Erkrankung sind.

Die Überwindung einer Erkrankung setzt voraus, dass sie alle Aspekte, die zu ihrer Entwicklung beigetragen haben, zutiefst verstehen.

Denn wenn sie nicht verstehen, welches die tatsächlich ursächlichen Faktoren sind, die für die Entwicklung eines Chronischen Fatigue Syndroms verantwortlich sind, wie können Sie es dann überwinden? Gerade bei dieser sehr komplexen Multisystem-Erkrankung gilt eine Grunderfahrung: Rein medikamentös ist sie nicht heilbar!

Natürlich muss man zwischen Auslösern und Ursache unterscheiden!
Die eigentliche Ursache dieser Erkrankung ist chronischer Stress, der durch Hunderte von individuell unterschiedlichen Stressoren- in 70 % der Fälle sind sie unbewusst- in Gang gebracht wird.

Zwei Ausnahmen muss ich hervorheben:

1.Eine instabile HWS nach unfallbedingter Verletzung des Kopfgelenkes und sekundärem Cerviko-Enzephalem Syndrom. Hier liegt also eine rein mechanische Ursache vor.

2. Eine schwere Schädigung der Mitochondrien durch toxische Substanzen, wie man sie unter dem Antibiotikum Ciprofloxazin kennt.
Seine Anwendung kann zu schweren Schäden der mitochondialen DNA führen.

Nur wer versteht, welche gravierenden und komplexen Veränderungen im Gehirn und im gesamten Organismus durch chronischen Stress ausgelöst werden, kann an ihrer Überwindung mitarbeiten und kann seiner Gesundung von Tag zu Tag näherkommen.

Potentielle Auslöser der CFS-Erkrankung 

Potentielle Auslöser der CFS Erkrankung

Genetik bei CFS und Stresserkrankungen

Zwei Fakten müssen bei der Betrachtung dieser auslösenden Faktoren nachdenklich stimmen:

1. Die häufigste auslösende Virusinfektion ist die mit Ebstein-Barr-Viren. Die Verläufe sind protrahiert und können über Monate hinweg bestehen bleiben, mitunter gibt es sogar eine persistierende Ebstein-Barr-Virusinfektion. Wie ist eine solche Entwicklung möglich, wenn andererseits bei 95% der Bevölkerung Antikörper gegen Epstein-Barr-Viren nachgewiesen werden können, aber nur 0,3% der Bevölkerung die Erkrankung CFS entwickeln?

2. Wie kann es sein, dass schwere psychische Traumatisierungen wie z.B. Misshandlungen, Vergewaltigungen oder gar Kriegserfahrungen ein Chronisches Fatigue – Syndrom auslösen können, das die breite Symptomenskala dieser Erkrankung mit sich bringt. Wo liegt also die Verknüpfung zwischen schweren psychischen Belastungen oder Traumatisierungen und der Entwicklung von neurologischen, immunologischen, endokrinen, muskulären und gastrointestinalen Symptomen. Wieso haben 175.000 US-Soldaten aus den Kriegen in Afghanistan, Kuwait und Irak ein schweres „Posttraumatisches Belastungssyndrom“ entwickelt, das in seiner klinischen Symptomatik mit CFS nahezu identisch ist?

Die Bedeutung der Krankenvorgeschichte

Die Bedeutung der Krankenvorgeschichte

Entscheidende Fortschritte im Verständnis von CFS und seiner Genese erzielt man, wenn man mit dem Patienten eine äußerst ausführliche Anamnese erstellt, die schon mit der Schwangerschaft der Mutter der Betroffenen beginnen sollte. Hier finden sich nämlich in nahezu 100% der Fälle Faktoren, die Auslöser für eine Veränderung der Stressreaktion der Betroffenen sein können.

Seitens der Hirnforschung wissen wir nämlich, dass eine stark belastete Schwangere mit Ihrer Stressreaktion nicht nur die Struktur, sondern auch die Reaktionsweise des Gehirns ihres Babys langfristig verändert. Das gleiche gilt für traumatische Erfahrungen während der gesamten Kindheit, seien es nun plötzliche Krankenhausaufenthalte ohne Begleitung eines Elternteils, Operationen, körperliche Gewalt durch ein Elternteil, schwere Beziehungskonflikte der Eltern, ein Erziehungsstil der mit Angst und Erpressung arbeitet und vieles mehr.

In dem von Prof. Dr. Peter Berg bereits 1999 herausgegebenen Buch „Chronisches Müdigkeitssyndrom und Fibromyalgiesyndrom“ wird auf Seite 81 wie folgt zitiert: „Bei allen Patienten mit der auswärtigen Diagnose CFS fanden wir brüchige Familienverhältnisse, die eine Störung der Autonomieentwicklung sowie ein Fehlen innerer, in Krisen Orientierung vermittelnder Bilder zur Folge hatten.“

Die aktuelle Stressforschung, aber auch die Epigenetische Forschung haben aufgezeigt, dass derartige Erfahrungen die Stressreaktion der Betroffenen langfristig und genetisch fixiert so verändern können, dass diese fortan weniger belastbar sind und wesentlich intensivere Stressreaktionen aufzeigen, als mental und emotional ausgeglichenere, nicht traumatisierte Vergleichspersonen. Dabei konnten im Tierversuch nach willkürlich  erzeugten traumatischen Erfahrungen (Kleinen Rattenjungen wurde die Mutter über 12 Stunden entzogen)  Blockaden bestimmter, strukturell intakter DNA-Abschnitte durch Methylierung der DNA des Glucocorticoidrezeptors  nachgewiesen werden, die diese erhöhte Stresssensitivität erklärten und das unterschiedliche Verhalten der so traumatisierten Tiere nachvollziehen ließen.

Interessanterweise konnte das Verhaltensmuster der traumatisierten Tiere durch Einwirkung biochemischer Stoffe, die die Methylierung aufgehoben haben, völlig beseitigt werden! Ein solcher therapeutischer Eingriff ist bei Menschen leider nicht möglich, da die eingesetzten Substanzen zu toxisch sind. Gleichzeitig sollte es uns nachdenklich machen, dass derartige epigenetische Veränderungen über mindestens 6 Generationen an Kinder, Enkel und Urenkel weitervererbt werden.

In dem von Prof. Dr. Peter Berg bereits 1999 herausgegebenen Buch „Chronisches Müdigkeitssyndrom und Fibromyalgiesyndrom“ wird auf Seite 81 wie folgt zitiert: „Bei allen Patienten mit der auswärtigen Diagnose CFS fanden wir brüchige Familienverhältnisse, die eine Störung der Autonomieentwicklung sowie ein Fehlen innerer, in Krisen Orientierung vermittelnder Bilder zur Folge hatten.“

Die aktuelle Stressforschung, aber auch die Epigenetische Forschung haben aufgezeigt, dass derartige Erfahrungen die Stressreaktion der Betroffenen langfristig und genetisch fixiert so verändern können, dass diese fortan weniger belastbar sind und wesentlich intensivere Stressreaktionen aufzeigen, als mental und emotional ausgeglichenere, nicht traumatisierte Vergleichspersonen. Dabei konnten im Tierversuch nach willkürlich  erzeugten traumatischen Erfahrungen (Kleinen Rattenjungen wurde die Mutter über 12 Stunden entzogen)  Blockaden bestimmter, strukturell intakter DNA-Abschnitte durch Methylierung der DNA des Glucocorticoidrezeptors  nachgewiesen werden, die diese erhöhte Stresssensitivität erklärten und das unterschiedliche Verhalten der so traumatisierten Tiere nachvollziehen ließen.

Interessanterweise konnte das Verhaltensmuster der traumatisierten Tiere durch Einwirkung biochemischer Stoffe, die die Methylierung aufgehoben haben, völlig beseitigt werden! Ein solcher therapeutischer Eingriff ist bei Menschen leider nicht möglich, da die eingesetzten Substanzen zu toxisch sind. Gleichzeitig sollte es uns nachdenklich machen, dass derartige epigenetische Veränderungen über mindestens 6 Generationen an Kinder, Enkel und Urenkel weitervererbt werden.

Symptome und Diagnostik

Symptome und Behandlung von CFS

Für mehr Informationen bitte auf das „Dreieck“ klicken 

ist aufgrund unterschiedlicher Persönlichkeitsstruktur, Biografie und Genetik höchst individueller Natur und darum so schwer einzustufen. Sie besteht aus einer Mixtur von:

  • neurologischen
  • hormonellen
  • immunologischen
  • metabolischen
  • muskulären und gelenkspezifischen
  • mentalen und emotionalen
  • psychischen
  • entzündlichen
  • allergischen
  • autoimmun bedingten
  • gastrointestinalen
  • mitochondrialen
  • üblicherweise schwer einzustufenden und darum nicht verstandenen Symptomen.

Das Cerviko-Enzephale Syndrom, Folge eines HWS-Schleudertraumas oder auch einer früheren Kopfverletzung, fällt insofern auf dem Rahmen, als es nicht, wie sonst üblich, mit einer vorausgehenden chronischen Stressbelastung verbunden sein muss.

Extreme körperliche und mentale Belastungseinschränkung, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme, Wortfindungsstörungen, Gereiztheit und Unausgeglichenheit, Einschlaf-und Durchschlafstörungen, unzureichende Erholung, belastungsabhängige Intensivierung, Infektanfälligkeit, Gefühl des Fröstelns oder des leichten Fiebers, Muskel- und Gelenkbeschwerden, erhöhte Schmerzempfindlichkeit und gestörte Schmerzverarbeitung, Lichtempfindlichkeit, Kreislaufschwäche, hoher Puls, völlig fehlende Energiereserven, resignative und mitunter depressive Stimmungszustände, Heißhungerattacken, die auch nächtlich auftreten können, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen (besonders bei instabiler HWS), Gewichtszunahme, atypische Kopfschmerzen, Migränesyndrom, Menstruationsstörungen, Libidoverlust etc.

Mitunter Stressbelastungen der Mutter schon während der Schwangerschaft, frühkindliche Traumatisierungen (Krankenhausaufenthalte, Operationen), körperliche und emotionale Gewalt seitens des Umfeldes, lieblose Familienatmosphäre, hohe Infektanfälligkeit, körperliche Gewalt seitens der Eltern, Missbrauch, hohe Leistungsanforderungen, fehlende Geborgenheit, mangelndes Selbstvertrauen, unzureichende Ich-Ausprägung, übersteigerte Anpassung, Beziehungskonflikte, Angst und Panikzustände, Ess-Störungen, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc.

Neben der Anamnese, die eine 80%ige Wertigkeit im Rahmen der Gesamtdiagnostik hat, sind folgende Untersuchungen zwingend erforderlich und hilfreich:

  • Körperliche Untersuchung
  • Ultraschalldiagnostik des Abdomens, der Schilddrüse, evtl. des Herzens, und der Halsschlagader. (Bei der Diagnostik müssen andere organische Systemerkankungen, die ebenfalls mit Müdigkeit einhergehen können, ausgeschlossen werden!)

Technische Untersuchung

  • EKG und Lungenfunktion
  • Spiroergometrie mit Laktat Stufenbelastungstest (spezifische Belastungs-EKG mit gleichzeitiger Laktatmessung) zur Bestimmung der tolerierbaren Belastungsgrenze.
  • HRV Kurztest mit RSA Test und Liegen/Stehen Test (Untersuchung des Autonomen Nervensystems)
  • 24 Stunden HRV-Test (Langzeituntersuchung des Autnomen Nervensystems)
  • Indirekte Kaloriemetrie mit Messung der Sauerstoff – und Kohlendioxid – Konzentration in der Atemluft, Bestimmung des Ruheumsatzes und Einstufung der weit verbreiteten Verminderung der zellulären Sauerstoffaufnahme durch chronische Hyperventilation, die eine typische Stressfolge ist
  • Body Impedanzanalyse (BIA) zur Bestimmt der Körperkompartimente
  • Oberflächen-EMG (Elektromyogramm) zur Sicherung des in der Regel massiv erhöhten Ruhe-Muskeltonus
  • Quantitatives EEG mit Darstellung zum Nachweis von stressbedingten Hyperaktivitäten oder der meist vorzufindenden massiven Verminderung der Hirnaktivität
  • Quantitatives EEG mit Darstellung von Brainmaps zum Nachweis von stressbedingten Hyperaktivitäten oder der meist vorzufindenden massiven Verminderung der Hirnaktivität

Labordiagnostik

Hier sind sehr komplexe Untersuchungen erforderlich, die weit über die Standard Labordiagnostik der Schulmedizin hinausgehen und die Untersuchung der mitochondrialen Funktion, des oxidativen oder nitrosativen Stresses, der hormonellen Leistungsfähigkeit, der Nebennierenfunktion, des Kohlenhydratstoffwechsels, Fettstoffwechsels und Eiweißstoffwechsels, des Immunsystems, der proinflammatorischen Zytokine, bestimmter Nervenbotenstoffe, des Kynureninstoffwechsels, wichtiger Ernährungsfaktoren des ZNS, Untersuchungen zum Ausschluss einer Allergie, Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Autoimmunerkrankung, das Säure-Basenhaushalts, der Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, des Nachweis von Antikörpern gegen eine Vielzahl von verschiedenen Erregern und vieles mehr beinhalten.

Genetische Diagnostik

Genetische Variationen von insgesamt 14 Genen, darunter antioxidative Schutzenzyme (SOD2, Glutathionperoxidase, NADH-Dehydrogenase MTHFR-Gen etc.), Phase II-Entgiftungsenzyme, stressrelevante Gene (COMT, MAO-A und MAO-B, Glukokortikoid-Rezeptor, FKBP5, etc.) gehören inzwischen zwingend zum diagnostischen Standard, da sie die Entwicklung und den Verlauf der Erkrankung und ihrer Ausprägung ganz erheblich mitbestimmen können.

Der AVEM-Test

Ein von der Universität Jena schon vor 20 Jahren entwickelter Fragebogen, der die Einstufung des Stress- oder Persönlichkeitstyps möglich macht, da der Umgang mit sich selbst und mit Stressbelastungen, der häufig zwanghafter Natur sein kann, ein wesentlicher, meist unbewusster Mitauslöser der Erkrankung ist. Die Kenntnis dieser meist sozialisations-bedingten, spezifischen Verhaltens-und Empfindensmuster ist von außerordentlicher Bedeutung und kann auch wesentliches Ziel therapeutischer Intervention sein.

Toxikologische Diagnostik

DMSA – Test zum Ausschluss häufig vorzufindender Schwermetallbelastungen

Therapie des Chronischen Fatigue Syndroms

Therapie des Chronischen Fatigue Syndroms

Therapeutische Erfolge ohne konsequente Mitarbeit des Patienten sind so gut wie nicht möglich. Der/die Betroffene muss ein tiefes Verständnis von den komplexen Zusammenhängen seiner spezifischen Erkrankung entwickeln, um die notwendigen Konsequenzen und die Motivation entwickeln zu können, die er auf dem Weg hin zur Heilung zwingend benötigt.

Die Erfahrung zeigt, dass hoch motivierte, zuversichtliche und konsequente Patienten, die alle Ihnen angebotenen therapeutischen Möglichkeiten nutzen, die höchste Erfolgsquote aufweisen. Von größter Bedeutung ist es, einen Zustand innerer Ausgeglichenheit und Gelassenheit zu erreichen, da dieser auf allen Funktions-Ebenen des Organismus ganz wesentliche Verbesserungen mit sich bringen kann.

Die Therapie untergliedert sich entsprechend ihrer Gewichtung in folgende Schritte:

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  • Bewusste Änderung des Lebensrhythmus
  • Umprogrammierung des Gehirns bzw. lebensfeindlicher Gedankenspiralen
  • Anpassung der Belastungen an das vorhandene Energieniveau
  • Zweimal täglich zu praktizierende, atemzentrierte Achtsamkeits-Meditation
  • Zweimal täglich zu praktizierendes konsequentes Atemtraining zur Beseitigung des meist schweren zellulären Sauerstoffmangels und der massiven Durchblutungsstörung aller Organe durch CO2 Mangel und daraus resultierende Gefäßverengung und Minderdurchblutung
  • Verwendung von Trance CDs zur Modulation zwanghaft destruktiver Verhaltensmuster. (Neuroplastische Therapie)
  • Stilles Qi Gong, Tai-Chi und andere Entspannungstechniken
  • Ständiger Wechsel zwischen kurzen Belastungsphasen, kontrolliert durch Pulsuhr, und ebenso langen Entspannungsphasen
  • Delegierung von Aufgaben, soweit möglich
  • Beendigung krankmachender Beziehungen oder Arbeitsverhältnisse
  • Therapeutische Unterstützung bei schwer zwanghaften, destruktiven Verhaltensmustern oder traumatischer Genese der Erkrankung
  • Wiederherstellung einer „Harmonie zwischen Innen und Außen“ durch Anpassung wesensfremder Verhaltensmuster an die eigenen inneren Werte
Chronischer Stress erhöht die Bildung von Sauerstoff- und Stickstoffradikalen, die zu strukturellen Schäden an Mitochondrien und anderen Zellbestandteilen führen können. Sie können nicht nur die Zellalterung beschleunigen, sondern auch die Ursache für schwere chronische Erkrankungen sein. Aus diesem Grunde werden diverse hochdosierte Antioxidanzien (Vitamin C, Vitamin E, Astaxanthin, hochdosiertes Vitamin B12 etc.) eingesetzt, um diesen schleichenden Zerstörungsprozess zu stoppen.

Die cerebrale Hyperaktivität, grundsätzliche Ausdrucksform einer chronischen Stressbelastung, führt zu einer massiven Erhöhung des Energiebedarfs des Gehirns. Dieser kann nur durch Aktivierung der Stressachse behoben werden. Sie besteht aus dem Zentrum des sympathischen Nervensystems im Gehirn und der hormonellen Achse, die aus Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde besteht. Deaktivierung dieses Systems versorgt zwar unser Gehirn mit Energie, ist aber auch die eigentliche Ursache für eine Kette von gravierenden genau funktionellen und strukturellen Veränderungen diverser Organe bis hin zur Auslösung schwerer chronischer Erkrankungen. Es ist deshalb außerordentlich wichtig die Hyperaktivität des zentralen Nervensystems und damit den erhöhten Energiebedarf des Gehirns auch medikamentös zu reduzieren.

Hier benötigen wir zunächst alle wichtigen Cofaktoren, die den energieproduzierenden Prozess  in den Mitochondrien erst ermöglichen. Dazu gehören Vitamin B12, alle anderen B-Vitamine, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Coenzym Q10 und Carnitin. Auch Antioxidanzien zur Neutralisierung erhöhter Sauerstoff- und Stickstoffradikale sind hier wichtig!

Chronischer Stress führt zu gravierenden Veränderungen im Hormonhaushalt. In aller Regel vor allem auch zu einem zunehmenden Mangel an Cortisol aus der Nebennierenrinde, der mit unter sogar so stark ist, dass eine Hydrocortisongabe erforderlich ist. Die eigentliche Ursache hierfür ist ein adaptiver Vorgang des Gehirns an chronischen Stress, bei dem die Stimulation der Cortisol-Bildung in der Nebennierenrinde immer weiter herunter fährt. So kommt es zu einem massiven Energiemangel nicht nur im Körper, sondern auch im Gehirn selbst. Bei langjährigem Stress kann auch des Nebennierenmark und der Hypothalamus erschöpft sein. Hier können
sogenannte Organregeneresen eingesetzt werden. Die Nebenniere wird sich aber vor allem dadurch erholen, dass die entscheidenden Stressoren, die den Gesamtzustand verursacht haben, reduziert oder beseitigt werden.

Die mangelnde Energieproduktion ist zurückzuführen auf die eigentlichen Verursacher, so genannte Stressoren (Traumatisierungen, ständige Konflikte am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld etc.) Sie führen zur Aktivierung der Stressachse, einer pathologischen Atmung, vermehrter Sauerstoff- und Stickstoff – Radikalbildung, mitochondrialer Dysfunktion, einer gravierenden Sauerstoff-Auswertungsstörung, Minderdurchblutung, stressbedingter Interleukin 6 Erhöhung und vielen anderen komplexen Stoffwechselveränderungen. Es ist am Anfang sehr wichtig, die Einschränkung der energetischen Möglichkeiten zu akzeptieren und sich an die Belastungsgrenzen zu halten, die wir durch den Laktat-Stufentest sehr exakt festlegen können. Erst wenn all die oben genannten Faktoren durch intensive therapeutische Bemühungen sich nach und nach zurückbilden, kann mit einer Normalisierung der mentalen und körperlichen Leistungsfähigkeit gerechnet werden. Dies erklärt auch, warum die Erholung und Regeneration solcher Krankheitszustände sehr viel Geduld braucht.

Die in 95% der Fälle vorzufindende schwere Minderung der Immunaktivität, kann in Krisensituation durch hochdosiertes Vitamin D, hochdosiertes Vitamin A, und wenn nötig durch hochdosierte Vitamin C Infusionen behandelt werden.

Neben der Behandlung der Infektion mittels Infusionstherapie ist das Wichtigste, die eigentliche Ursache der Immunaktivitäts – Minderung, nämlich den chronischen Stress, zu beseitigen.

Wir alle sind heute diversen Belastungen durch Umweltgifte, toxische Nahrungsmittelzusätze und Medikamente ausgeliefert. Patienten mit genetisch bedingten Störungen der Entgiftungskapazität leiden hier besonderst darunter. In all diesen Fällen ist eine langfristige, begleitende Behandlung mit hochwertigen Algenpräparaten und Zeolith außerordentlich hilfreich. Schwermetalle werden durch ein besonderes Verfahren langsam und vorsichtig ausgeleitet.

Unter Patienten mit chronischem Stress finden sich sehr häufig Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histamin-Intoleranzen und andere Störungen des Magen-Darm-Trakts, die in enger Verknüpfung mit chronischem Stress und den hierbei auch im Magen-Darm-Trakt wirkenden Neurotransmittern stehen. Die daraus resultierenden Symptome müssen ebenfalls als Stressoren eingestuft werden und sollten deswegen auch konsequent behandelt werden.

Die Erfahrung zeigt, dass Patienten mit schweren Erschöpfungssyndromen sich dann so gut wie nicht erholen können, wenn sie weiter den üblichen Alltagsbelastungen ausgesetzt sind. Viele dieser Patienten benötigen daher eine längere Befreiung von den üblichen Belastungen, damit sie zu sich kommen können, wieder ein normales Schlafverhalten entwickeln und sich intensiv den therapeutischen Bemühungen widmen können, die für eine Regeneration zwingend erforderlich sind.

Im Prinzip geht es natürlich vordergründig darum, sich der Faktoren und Belastungen bewusst zu werden, die diesen schweren Erschöpfungszustand herbeigeführt haben. Das kann mitunter schwierig sein, wenn die eigentlichen Ursachen nicht bewusst sind. In solchen Fällen kann eine hypnotherapeutisch ausgerichtete Zusatzbehandlung sehr hilfreich sein, denn mit diesem Therapieverfahren gelingt es, eine Verbindung zum eigenen Unbewussten herzustellen. Grundsätzlich gilt aber, dass man sich all der Faktoren bewusst werden muss, die diese Erkrankung herbeigeführt haben. Denn nur dann haben wir die Möglichkeit, zwingend erforderliche, bewusste Veränderungen in unserem Lebensrhythmus und im Umgang mit uns selbst in die Wege zu leiten.

Bei durch Upright-MRT gesicherter instabiler HWS mit Kontakt des Dens axis zum Rückenmark bei Kopfdrehungen, müssen zusätzlich isometrische Übungen zur Stabilisierung der Nacken- und Halsmuskulatur, das Tragen eines Nackenbands nach Staudt, gegebenenfalls auch eine Atlastherapie bei einem sehr erfahrenen Therapeuten/einer Therapeutin diskutiert und eingesetzt werden. Nur in extrem schweren Fällen sollte man auch eine operative Versteifung des Kopfesgelenks in Erwägung ziehen.

Mit diesem Verfahren, bei der in wechselnder Rhythmik sauerstoffarme und dann sauerstoffreiche Luft inhaliert wird, ist man bemüht, funktionsunfähige Mitochondrien durch erhöhten oxidativen und nitrosativen Stress zu zerstören und damit aus der Zelle zu entfernen. In der Folge kommt es zu einer Vermehrung gesunder Mitochondrien und damit zu einer Erhöhung der Energieproduktion in der Muskulatur. Weiterhin kommt es zu einer Summe verschiedener Anpassungsreaktionen des Organismus, die sehr positiver Natur sein können.

Es kann also so einer deutlichen Verbesserung der energetischen Leistung der Muskulatur und damit zu einem deutlichen Rückgang der klinischen Symptome kommen. Kritisch ist anzumerken, dass wir bisher keine Möglichkeit haben, durch vorhandene laborchemische Tests die Fähigkeit zur Mitophagie (Autophagie), also den intrazellulären Abbau funktionsunfähiger Mitochondrien, zu testen. Die aktuelle Mitochondrien Forschung hat nämlich herausgefunden, dass es hier genetische Variationen gibt, die eine Störung dieser Abbaufunktion mit sich bringen. In solchen Fällen kann es durch Anwendung der IHHT zu einer Befund-Verschlechterung kommen, auch wenn dies extrem selten ist. Auch bei einer schweren Sauerstoffverwertungsstörung durch stressbedingte, chronische Hyperventilation, sollte man mit einer IHHT zunächst warten, bis sich durch Atemtraining die Sauerstoffaufnahme der Zellen deutlich verbessert hat.

Neurofeedback ist eine computergestützte Trainings- und Behandlungsmethode, mit der man die Charakteristik der eigenen Gehirnaktivität, die man üblicherweise ja nicht wahrnimmt, darstellt und durch bestimmte Übungen verändert. So kann z.B. die stressbedingt überhöhte Aktivität des Gehirns durch entsprechende Übungen im Verlaufe mehrerer Trainingssitzungen so stark reduziert werden, dass stressbedingte Symptome wie Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen nicht nur deutlich gebessert, sondern auch völlig beseitigt werden können. Dieser therapeutische Erfolg hat in der Regel bleibenden Charakter, da er auf der Fähigkeit des Gehirns, auf Wiederholungen mit strukturellen Veränderungen zu reagieren, beruht. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn die eigentlichen Stressoren, die das Gehirn in diesen Zustand manövriert haben, unbekannter Natur sind. Eine solche Konstellation liegt bei etwa 70% jener Betroffenen vor, die unter chronischem Stress stehen. Eine Harmonisierung pathologischer Gehirnaktivitäten kann so auch ohne eine Analyse der eigentlichen Hintergründe solcher Entwicklungen erreicht werden.

Wesentlich beschleunigte Regeneration durch neues Therapieverfahren

Wesentlich beschleunigte Regeneration durch neues Therapieverfahren

Die bisherige Regeneration eines Chronischen Fatigue-Syndroms dauerte in positiven Fällen zwei Jahre, viele der Betroffenen benötigten aber 3-5 Jahre. Mit dem neu von mir entwickelten Therapieverfahren kann die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit der Betroffenen bereits nach 6-8 Wochen so gut wiederhergestellt werden, so dass sie wieder ein weitgehend normales Leben führen können. Dies auch dann, wenn die Erkrankung schon seit mehreren Jahren besteht. Entscheidend für den Erfolg ist die innere Disziplin und die Konsequenz mit der die Betroffenen dieses ganzheitliche Therapieverfahren praktizieren.

Dieses Verfahren beruht auf der hoch dosierten Anwendung physiologischer Stoffwechselprodukte, die fähig sind, die in aller Regel vorzufindende Blockade der mitochondrialen Funktion, eine wesentliche Ursache des Energiemangels, aufzuheben.

Wichtiger Hinweis: Ohne die weiter oben genannten Therapiemaßnahmen Nr. 1 – Nr. 15 (zu finden unter ,,Symptome und Behandlung von CFS“ – Stichwort „Therapie von CFS“), die zwingend erforderlich sind, kann auch das neue Therapieverfahren seine Wirkung nicht entfalten! Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass die angesprochenen Therapiemaßnahmen über insgesamt 2 Jahre weiter fortgeführt werden müssen, bis der Organismus auch ohne diese wieder voll funktionsfähig ist.

Die Gründe warum und wie CFS überwunden werden kann

Die Gründe warum und wie CFS überwunden werden kann

Wesentlich ist die Erkenntnis, dass ein zentraler Faktor für die verminderte mitochondriale ATP-Produktion und den eklatanten Energiemangel auf mentaler und körperlicher Ebene Folge einer in nahezu 100% der Fälle vorliegende chronischen Hyperventilation ist.

Sie wird durch den unter chronischem Stress stets erhöhten Sympathikotonus ausgelöst, der Ursache des erhöhten Ruhe-Muskeltonus ist. Dieser wird nämlich vom Tonus des Sympathischen Nervensystems bestimmt. Der erhöhte Muskeltonus führt zu einer Verkrampfung des Zwerchfells, die zu einer erhöhten Atemfrequenz zwingt.

Bei erhöhter Atemfrequenz kommt es zu einer vermehrten Abatmung von CO2 und damit zu einem CO2 Mangel im Blut.

Genau an dieser Stelle beginnt ein fataler Teufelskreis: 
Der Mangel an CO2 und die damit verbundene respiratorische Blutalkalose (Entsäuerung des Blutes) führt zu einer generalisierten Verengung kleiner Arteriolen und damit zu einer starken Minderdurchblutung aller Organe, die sich besonders im Bereich des Gehirns und der Muskulatur bemerkbar macht.

Gleichzeitig reguliert CO2 das Ausmaß der Freisetzung von Sauerstoff aus seiner Bindung an den Blutfarbstoff Hämoglobin. Nur wenn der CO2 Spiegel im Normbereich liegt, kann sich der Sauerstoff aus seiner Bindung an Hämoglobin lösen und in die Zelle aufgenommen werden.

Bei erniedrigtem CO2 Spiegel werden mitunter über 50% des zur Verfügung stehenden Sauerstoffs (O2) über die Lunge wieder abgeatmet. Dieser eklatante Mangel an intrazellulärem Sauerstoff, über die indirekte Kaloriemetrie exakt messbar, ist einer der wesentlichen Gründe für den gravierenden Energiemangel, den CFS-Patienten bei dieser Erkrankung erleben! Und dies, obwohl nahezu alle Patienten eine hochnormale Sauerstoffsättigung des Blutes aufweisen!

Dieser O2 Mangel wiederum verstärkt den CO2-Mangel des Blutes, denn Kohlendioxid ist das Endprodukt eines normalen mitochondrialen Stoffwechsels. Wenn den Mitochondrien aber bis zu 50% weniger O2 zur Verfügung stehen, ist nicht nur die ATP-Produktion drastisch reduziert, sondern auch die CO2 Produktion. So kommt zu dem atmungsbedingten CO2 Mangel auch eine gravierende Stoffwechselkomponente hinzu, die das Problem massiv verstärkt.

Auch auf der Ebene des Gehirns und der Muskulatur kommt es zu einem Teufelskreis.

Im Gehirn sorgt der Sauerstoffmangel und die starke Minderdurchblutung infolge Gefäßverengung für erhebliche Funktionsstörungen. Konzentrationsminderung, Brainfog, Störungen des Kurzzeit-gedächtnisses und vorzeitige mentale Ermüdung, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen etc.

Das Gleiche gilt für die Muskulatur, die ebenfalls einen hohen Energiebedarf hat. Die muskuläre Belastbarkeit wird immer mehr reduziert, die Gehstrecken werden immer kürzer. Die Muskeln können aufgrund vermehrter Laktatproduktion schneller „zu machen“, verbunden mit Schmerzen, die durch von Laktat ausgelöste Reizung von Nozizeptoren (Schmerz übertragende Nervenendkörperchen) entstehen. Es entwickeln sich schmerzhafte Muskelverspannungen. Im Laufe der Zeit kann hieraus auch ein sekundäres Fibromyalgiesyndrom entstehen.

Bei chronischer Hyperventilation kommt es zu einer relativen Hypocalcämie (Calcium wird an ein Transporteiweiß gebunden und verliert dabei seine Wirkung. Der Anteil des ionisierten Calciums sinkt. Der Muskeltonus steigt, die Erregbarkeit der Muskulatur durch geringe nervale Impulse erhöht sich.

Aufgrund des Sauerstoff- und damit des Energiemangels stellen die Zellen auf anaerobe Energieproduktion um, die aber nur 1/16 der oxidativen Energieproduktion beträgt. Beim Umbau von Pyruvat zu Laktat kommt es zur Anhäufung von Protonen, die ein wichtiges Transporteiweiß, das ATP/ADP-Transportprotein, blockieren. 
Die Energie Produktion wird abrupt um 90% reduziert.

Unter stressbedingt erhöhtem Sympathicotonus fördert dessen Nervenbotenstoff Noradrenalin die vermehrte Sauerstoff- und Stickstoff-Radikalbildung. Erhöhtes Stickstoffmonoxid (NO) blockiert die mitochondriale Atmungskette. Deren Pumpfunktion wird eingestellt. Es kommt zu einem Protonenstau, der wichtige Enzyme des mitochondrialen Stoffwechsels blockiert.

Aufgrund der stark reduzierten ATP-Produktion wird die anaerobe Glykolyse angekurbelt, die ebenfalls Protonen anhäuft. Diese hemmen ausgerechnet jenes Enzym, das Pyruvat, das Endprodukt der Glykolyse im Zellkörper, in den mitochondrialen Citratzyklus einschleust. Der Citratzyklus ist blockiert. Pyruvat wird also vermehrt in Laktat umgewandelt, das wiederum den ATP/ADP Transporter blockiert. Damit fallen mit einem Schlag 90% der ATP- Produktion flach. Es erfolgt ein kompletter energetischer Zusammenbruch! Post exertionel Malaise)

Zusammenfassend ist eine stressbedingte Störung der Atmung, die man chronische Hyperventilation nennt, in entscheidender Weise mitverantwortlich für den eklatanten Energiemangel bei Patienten mit Chronischem Fatigue-Syndrom. Wird die hierbei vorzufindende Störung der Sauerstoffaufnahme in die Zellen durch indirekte Kaloriemetrie (Messung der Sauerstoff- und CO2-Konzentration in der Atemluft) oder durch den Test auf chronische Hyperventilation nach Prof. Buteyko gesichert, kann die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit von Patienten mit CFS durch konsequentes Atemtraining entscheidend verbessert werden.

Natürlich müssen weitergehende therapeutische Maßnahmen zugleich für eine generelle Entlastung des Gehirns sorgen, denn dies ist die Voraussetzung dafür, dass die verminderte Cortisolproduktion der Nebennierenrinde, die ebenso wesentlich zum Energiemangel beiträgt, nach und nach aufgehoben wird.

Denn die Ursache dafür ist ein adaptiver Prozess, mit dem sich das Gehirn vor weiterer Überforderung schützt. Dabei wird die Ausschüttung des Starterhormons der Stressachse, des CRH (Corticotropes Releasing Hormon), immer mehr reduziert, was die Cortisolproduktion der NNR zunehmend in den Keller fährt.

Mit der Konsequenz, dass die Bereitstellung von Energie in Form von Glucose, eine der Hauptfunktionen des Cortisols, immer mehr schwindet, bis die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit vollkommen am Boden liegt.

Viele Patienten, die unter chronischem Stress stehen, weisen eine erhöhte Interleukin 6 Bildung auf, ohne dass eine bakterielle oder virale Infektion vorliegt. Leistungssportler haben nach einem intensiven Training hundertfach höhere Interleukin 6 Blutspiegel als davor. Injiziert man einer gesunden Person Interleukin 6, wird sie müde.

Die erhöhte Interleukin 6 Bildung, wie man sie bei Long Covid – Kranken findet, kann also eine weitere Quelle der vorzufindenden Müdigkeit sein.

Durch die mit chronischem Stress verbundene Sympathikus – Aktivierung, kommt es zur vermehrten Bildungen von Stickstoffmonoxid und Peroxinitrit, einem hochaggressiven Stickstoffradikal. Beide können die Atmungskette in den Mitochondrien blockieren oder auch bleibend schädigen. In der Folge kommt es zu einer Protonenansammlung im Inneren der Mitochondrien, die den Citratzyklus, der die Energie für die Atmungskette liefert, blockiert. Eine drastische Minderung der Energieproduktion, eine Mitochondriale Dysfunktion, kann die Folge sein.

Die wäre also die vierte Quelle einer in der Summe drastischen Minderung der körpereigenen Energieproduktion, die uns die Entwicklung der bei allen Patienten im Vordergrund stehenden schweren Minderung der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit (Fatigue) verständlich macht.

Dies sind also die eigentlichen Ursachen des extremen Energiemangels bei CFS und anderen stressbedingten Erschöpfungserkrankungen:

  • Stressbedingte chronische Hyperventilation
  • Stressbedingte Reduktion der Cortisolproduktion
  • Stressbedingte Interleukin 6 – Produktion
  • Mitochondriale Dysfunktion

Gleichzeitig reguliert CO2 das Ausmaß der Freisetzung von Sauerstoff aus seiner Bindung an den Blutfarbstoff Hämoglobin. Nur wenn der CO2 Spiegel im Normbereich liegt, kann sich der Sauerstoff aus seiner Bindung an Hämoglobin lösen und in die Zelle aufgenommen werden.

Bei erniedrigtem CO2 Spiegel werden mitunter über 50% des zur Verfügung stehenden Sauerstoffs (O2) über die Lunge wieder abgeatmet. Dieser eklatante Mangel an intrazellulärem Sauerstoff, über die indirekte Kaloriemetrie exakt messbar, ist einer der wesentlichen Gründe für den gravierenden Energiemangel, den CFS-Patienten bei dieser Erkrankung erleben! Und dies, obwohl nahezu alle Patienten eine hochnormale Sauerstoffsättigung des Blutes aufweisen!

Dieser O2 Mangel wiederum verstärkt den CO2-Mangel des Blutes, denn Kohlendioxid ist das Endprodukt eines normalen mitochondrialen Stoffwechsels. Wenn den Mitochondrien aber bis zu 50% weniger O2 zur Verfügung stehen, ist nicht nur die ATP-Produktion drastisch reduziert, sondern auch die CO2 Produktion. So kommt zu dem atmungsbedingten CO2 Mangel auch eine gravierende Stoffwechselkomponente hinzu, die das Problem massiv verstärkt.

Auch auf der Ebene des Gehirns und der Muskulatur kommt es zu einem Teufelskreis.

Im Gehirn sorgt der Sauerstoffmangel und die starke Minderdurchblutung infolge Gefäßverengung für erhebliche Funktionsstörungen. Konzentrationsminderung, Brainfog, Störungen des Kurzzeit-gedächtnisses und vorzeitige mentale Ermüdung, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen etc.

Das Gleiche gilt für die Muskulatur, die ebenfalls einen hohen Energiebedarf hat. Die muskuläre Belastbarkeit wird immer mehr reduziert, die Gehstrecken werden immer kürzer. Die Muskeln können aufgrund vermehrter Laktatproduktion schneller „zu machen“, verbunden mit Schmerzen, die durch von Laktat ausgelöste Reizung von Nozizeptoren (Schmerz übertragende Nervenendkörperchen) entstehen. Es entwickeln sich schmerzhafte Muskelverspannungen. Im Laufe der Zeit kann hieraus auch ein sekundäres Fibromyalgiesyndrom entstehen.

Bei chronischer Hyperventilation kommt es zu einer relativen Hypocalcämie (Calcium wird an ein Transporteiweiß gebunden und verliert dabei seine Wirkung. Der Anteil des ionisierten Calciums sinkt. Der Muskeltonus steigt, die Erregbarkeit der Muskulatur durch geringe nervale Impulse erhöht sich.

Aufgrund des Sauerstoff- und damit des Energiemangels stellen die Zellen auf anaerobe Energieproduktion um, die aber nur 1/16 der oxidativen Energieproduktion beträgt. Beim Umbau von Pyruvat zu Laktat kommt es zur Anhäufung von Protonen, die ein wichtiges Transporteiweiß, das ATP/ADP-Transportprotein, blockieren. 
Die Energie Produktion wird abrupt um 90% reduziert.

Unter stressbedingt erhöhtem Sympathicotonus fördert dessen Nervenbotenstoff Noradrenalin die vermehrte Sauerstoff- und Stickstoff-Radikalbildung. Erhöhtes Stickstoffmonoxid (NO) blockiert die mitochondriale Atmungskette. Deren Pumpfunktion wird eingestellt. Es kommt zu einem Protonenstau, der wichtige Enzyme des mitochondrialen Stoffwechsels blockiert.

Aufgrund der stark reduzierten ATP-Produktion wird die anaerobe Glykolyse angekurbelt, die ebenfalls Protonen anhäuft. Diese hemmen ausgerechnet jenes Enzym, das Pyruvat, das Endprodukt der Glykolyse im Zellkörper, in den mitochondrialen Citratzyklus einschleust. Der Citratzyklus ist blockiert. Pyruvat wird also vermehrt in Laktat umgewandelt, das wiederum den ATP/ADP Transporter blockiert. Damit fallen mit einem Schlag 90% der ATP- Produktion flach. Es erfolgt ein kompletter energetischer Zusammenbruch! Post exertionel Malaise)

Zusammenfassend ist eine stressbedingte Störung der Atmung, die man chronische Hyperventilation nennt, in entscheidender Weise mitverantwortlich für den eklatanten Energiemangel bei Patienten mit Chronischem Fatigue-Syndrom. Wird die hierbei vorzufindende Störung der Sauerstoffaufnahme in die Zellen durch indirekte Kaloriemetrie (Messung der Sauerstoff- und CO2-Konzentration in der Atemluft) oder durch den Test auf chronische Hyperventilation nach Prof. Buteyko gesichert, kann die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit von Patienten mit CFS durch konsequentes Atemtraining entscheidend verbessert werden.

Natürlich müssen weitergehende therapeutische Maßnahmen zugleich für eine generelle Entlastung des Gehirns sorgen, denn dies ist die Voraussetzung dafür, dass die verminderte Cortisolproduktion der Nebennierenrinde, die ebenso wesentlich zum Energiemangel beiträgt, nach und nach aufgehoben wird.

Denn die Ursache dafür ist ein adaptiver Prozess, mit dem sich das Gehirn vor weiterer Überforderung schützt. Dabei wird die Ausschüttung des Starterhormons der Stressachse, des CRH (Corticotropes Releasing Hormon), immer mehr reduziert, was die Cortisolproduktion der NNR zunehmend in den Keller fährt.

Mit der Konsequenz, dass die Bereitstellung von Energie in Form von Glucose, eine der Hauptfunktionen des Cortisols, immer mehr schwindet, bis die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit vollkommen am Boden liegt.

Viele Patienten, die unter chronischem Stress stehen, weisen eine erhöhte Interleukin 6 Bildung auf, ohne dass eine bakterielle oder virale Infektion vorliegt. Leistungssportler haben nach einem intensiven Training hundertfach höhere Interleukin 6 Blutspiegel als davor. Injiziert man einer gesunden Person Interleukin 6, wird sie müde.

Die erhöhte Interleukin 6 Bildung, wie man sie bei Long Covid – Kranken findet, kann also eine weitere Quelle der vorzufindenden Müdigkeit sein.

Durch die mit chronischem Stress verbundene Sympathikus – Aktivierung, kommt es zur vermehrten Bildungen von Stickstoffmonoxid und Peroxinitrit, einem hochaggressiven Stickstoffradikal. Beide können die Atmungskette in den Mitochondrien blockieren oder auch bleibend schädigen. In der Folge kommt es zu einer Protonenansammlung im Inneren der Mitochondrien, die den Citratzyklus, der die Energie für die Atmungskette liefert, blockiert. Eine drastische Minderung der Energieproduktion, eine Mitochondriale Dysfunktion, kann die Folge sein.

Die wäre also die vierte Quelle einer in der Summe drastischen Minderung der körpereigenen Energieproduktion, die uns die Entwicklung der bei allen Patienten im Vordergrund stehenden schweren Minderung der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit (Fatigue) verständlich macht.

Dies sind also die eigentlichen Ursachen des extremen Energiemangels bei CFS und anderen stressbedingten Erschöpfungserkrankungen:

  • Stressbedingte chronische Hyperventilation
  • Stressbedingte Reduktion der Cortisolproduktion
  • Stressbedingte Interleukin 6 – Produktion
  • Mitochondriale Dysfunktion

Prognose des chronischen Fatigue Syndroms (CFS)

Prognose des chronischen Fatigue Syndroms (CFS)

Gehirnaufnahme von CFS Kopf

Ist der einleitend beschriebene Zustand infolge jahrelanger, meist unbewusster chronischer Stressbelastung einmal eingetreten, bedarf es großer Geduld und therapeutischer Konsequenz, um die erschöpften Regulations- und Organ-Systeme nach und nach wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dieser Prozess kann jetzt durch das neue Therapieverfahren ganz wesentlich beschleunigt werden.

Je nach den vorliegenden Stressoren, der individuellen Genetik und Epigenetik und den häufig vorzufindenden krankheitsfördernden Verhaltensmustern, die zwingend überwunden werden müssen, der inneren Disziplin und dem unbedingten Gesundungswillen der Betroffenen sind alle Formen von CFS, die nicht mechanischer (instabile HWS) oder toxischer Natur sind, überwindbar!

In der Konsequenz heißt das aber auch: Die Lebensform und -philosophie, die letztlich in die Krankheit geführt hat, muss komplett abgelegt werden. Sie muss einer Lebensform weichen, die von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Belastung und Entspannung, erhöhter innerer Gelassenheit und Zufriedenheit und einem wachsamen Bewusstsein für all jene Faktoren geprägt ist, die krankheitsfördernder Natur sind!

Die wichtigste Erkenntnis aber ist:

Sie können CFS überwinden und hinter sich lassen!