altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

altersbedingte Makuladegeneration (AMD) 2018-09-17T14:50:12+00:00

Sie werden sich sicher wundern, dass ich mich als Internist mit einer typischen augenfachärztlich zu betreuenden Erkrankung auseinandersetze und hier sogar eine Behandlung anbiete.Als ich vor ca. 20 Jahren damit begann, meine Patienten mit hochdosierten Antioxidanzien zu behandeln, in diesem Fall einen Patienten mit Koronarer Herzerkrankung, teilte mit dieser nach 1 Jahr mit, dass sein Augenarzt völlig überrascht darüber sei, dass die bei ihm bestehende Makula-degeneration nicht mehr weiter voranschreite.Ich war ebenso überrascht und musste mich erst wieder mit der aktuellen wissenschaftlichen Literatur auseinandersetzen, denn ich kannte dieses Erkrankungsbild lediglich aus meinen Studienzeiten an der Universität..

Nachdem ich viele Hinweise dafür fand, dass oxidative Parameter bei der Entwicklung dieser Erkrankung eine nicht unwesentliche Rolle spielten, durchsuchte ich mein Patientengut nach anderen Betroffenen, die ebenfalls eine Makuladegeneration aufwiesen.Bei all diesen begann ich dann ebenso mit einer hochdosierten Antioxidanzientherapie und konnte immerhin erreichen, das bei etwa 40% der Behandelten ebenfalls einen Stillstand und damit keine weitere Verschlechterung des Sehvermögens auftrat.Ich stellte aber auch fest, dass seitens der Augenärzte diese in der Wissenschaft schon länger erforschten Zusammenhänge nur wenig oder auch gar nicht bekannt waren.

Wenn in seltenen Fällen einmal eine antioxidative Behandlung stattfand, dann war sie in der Regel unterdosiert. Eine laborchemische Kontrolle der oxidativen Parameter war weder zu Beginn noch im Verlauf durchgeführt worden, denn die Dosierung muss den individuellen Gegebenheiten angepasst werden und kann deswegen nicht irgendeinen Standard durchgeführt werdenWenn man sich heute die wissenschaftliche Literatur ansieht, dann findet man zuhauf Arbeiten, die bestätigen, dass oxidativer Stress eine wesentliche, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle bei der Auslösung dieser Erkrankung spielt.

So fanden japanische Forscher 2014 heraus, dass eine Störung im Abbau von Zellbestandteilen (Autophagie) oder Zellen in der Netzhaut nicht nur Oxidativen Stress, sondern auch die Anfälligkeit für die AMD erhöht.Schon 2007 fanden englische Forscher einen Zusammenhang zwischen oxidativem Stress im Endoplasmatischen Retikulum (eine Art „Eiweißfabrik“ in jeder Zelle) der Photorezeptoren und der Entwicklung von AMD.Ebenfalls Britische Forscher fanden schon im Jahre 2000 heraus, dass oxidativer Stress in engem Zusammenhang mit der Entwicklung dieser Erkrankung steht und dass die Vitamine A, C und E der Entwicklung der AMD entgegenwirken. Interessanterweise zeigte ja die so genannte Eye Disease Case Control Study , dass hohe Spiegel der antioxidativ wirkenden Substanzen Lutein und Zeaxanthin, die Wahrscheinlichkeit eine feuchte Form der AMD zu entwickeln, deutlich reduzierten.

Zugleich wiesen sie darauf hin, dass es evidente Hinweise dafür gibt, dass das in der Netzhaut abgelagerte Lipofuszin, auch Alterspigment genannt, das sich besonders auch im Pigmentepithel der Netzhaut findet, zumindest teilweise durch die Oxidation von bestimmten äußeren Abschnitten des Photorezeptors entsteht.Es gibt noch eine Summe weiterer Arbeiten, die  ich hier zitieren könnte. Aus den hier genannten Beispielen sollte deutlich gemacht werden, warum hochdosierte Antioxidanzien bei dieser Erkrankung wirksam sein können.Leider ist die Versorgung des Auges durch das Autonome Nervensystem bisher nur unzureichend erforscht.

Leider ist die Versorgung des Auges durch das Autonome Nervensystem bisher nur unzureichend erforscht.In Kenntnis der Krankengeschichten meiner Patienten, bin ich aber zu der Erzeugung gelangt, dass auch bei dieser Erkrankung chronische Stressbelastungen eine nicht unwesentliche Rolle spielen können. Letztlich handelt es sich ja bei der Netzhaut um eine Ausstülpung des Gehirns, also um Nervenzellen, die den üblichen Einflüssen stimulierender Neurotransmitter ausgesetzt sind. Insofern würde es nicht verwundern, wenn eine stressbedingte Überstimulation im Bereich des Retinalen Pigmentepithels oder auch des Sehnerven bei der Entwicklung dieser Erkrankung eine Rolle spielen würde.

Auch genetische Faktoren, wie die unzureichende Ausstattung mit antioxidativen Enzymen (SOD2,SOD1, Glutathion Peroxidase, Katalase) könnten die Anfälligkeit für AMD erhöhen, genauso wie es Gefäßerkrankungen, Nikotinabusus, Alkoholabusus, die Dichte der Linse, die Farbe der Iris, Diabetes mellitus, extreme Kurzsichtigkeit etc. sind.Bereits im Jahre 2000 hatten die Brüder Ivandic an  der Universität Heidelberg bei insgesamt 203 behandelten Patienten nachgewiesen, dass der Einsatz der so genannten Low Level Laser Therapie, LLLT, bei 95-97% der behandelten Patienten eine Verbesserung des Visus mit sich brachte.

Diese niedrig dosierte Lasertherapie führt zu einer Anregung der mitochondrialen Energieproduktion in den Pigmentepithelzellen, sodaß die energetische Leistung von nur geschädigten, aber noch nicht zerstörten Pigmentepithelzellen verbessert werden kann.Patienten mit der trockenen Form der AMD  werden im Rahmen der vorgestellten Stressdiagnostik gründlich untersucht. Eine entsprechende Laborchemische Diagnostik wird durchgeführt. Neben der hoch dosierten antioxidativen Behandlung werden auch die so wichtigen stressreduzierenden Maßnahmen, ein Ernährungsumstellung und, soweit möglich, eine regelmäßige körperliche Aktivierung empfohlen.

Eine über 14 Tage sich hinziehende Intensivtherapie, mit vorausgehender und abschließender Augenfachärztlicher Kontrolluntersuchung, Infusionstherapie und Low Level Lasertherapie ist in Vorbereitung und wird in Kürze angeboten.