Die Alzheimer-Demenz: Hintergründe, Ursachen, Prävention und Therapie

Definition

Die Alzheimer Demenz ist die Folge einer progredienten Zerstörung von Nervenzellen des Gehirns.

Sie wurde erstmals 1906 von dem Deutschen Neurologen Dr. Alois Alzheimer beschrieben, und führt zu einem schleichenden Verlust von Gedächtnis, Konzentration, Leistungsfähigkeit, Orientierung und Urteilsfähigkeit , einhergehend mit neuropsychologischen Störungen, und in den späten Stadien motorischen Ausfällen und völligen Verlust der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit.

   

Häufigkeit

In Deutschland leiden aktuell mehr als 1 Million Menschen an einer Demenzerkrankung und 700.000 darunter an Morbus Alzheimer. Jedes Jahr werden etwa 200.000 neue Demenzerkrankungen diagnostiziert, von den etwa 60% ,also 120.000, vom Alzheimer Typ sind.

Im Jahr 2007 waren weltweit etwa 29 Millionen Menschen betroffen. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf 106 Millionen Patienten erhöhen. Etwa 60% der neu Erkrankten sind 80 Jahre und älter. In den USA leiden aktuell 4,5 Millionen Amerikaner an der AD.

Bis 2050 erwartet man einen Anstieg auf 13,2 Millionen Alzheimer Kranke, was einer Verdreifachung der Erkrankungszahlen entspricht.

Wer sich vergegenwärtigt, dass es diese rasante Vermehrung auch bei anderen Chronischen Zivilsationserkrankungen gibt  , dem wird klar, dass die Erklärung dafür nicht in einer immer älter werdenden Bevölkerung , wie verharmlosend behauptet wird , sondern in den Lebensumständen in den westlichen Zivilationsländern zu suchen ist.

 

Darunter fallen:

 Erkrankung  Prognose
Diabetes mellitus  Verdopplung in 10 Jahren
Krebserkrankungen  jetzt 1/3, 2050 über 50% der Bevölkerung
Parkinsonsyndrom  Verdopplung in 20 Jahren
Makuladegeneration  Verdopplung in 30 Jahren

Rasant nehmen zu: Allergien, Autoimmunerkrankungen, Chron. Müdigkeits- und Erschöpfungssyndrome, Fibromyalgisyndrome, Lernstörungen, Hyperaktivitätssyndrome etc.

Symptome und Warnzeichen

   

Die Symptomatik ist äußerst vielseitig und von der Persönlichkeit, den Lebensumständen und der körperlichen Verfassung ab. Erinnerungslücken, meist das Kurzzeitgedächtnis betreffend, sind erste Zeichen einer beginnenden Erkrankung. Die Gedächtnisleistung nimmt dann weiter ab, wobei die äußere Fassade zunächst aufrecht erhalten werden kann. Störungen der Wortfindung und eine auffällige Verminderung des Wortschatzes treten ein. Es kommt eine zunehmende räumliche und zeitliche Desorientierung hinzu sowie emotionale Störungen zum Beispiel des Antriebs, Phasen von starken Ängsten und schwerer Depression treten hinzu, da komplizierte Aufgaben und schließlich auch normale Alltagsverichtungen nicht mehr erledigt werden können. In diesem Stadium sind die Patienten auf fremde Hilfe und Pflege angewiesen.

 Pathogenese

Im Vordergrund orthodoxer Veröffentlichungen stehen:

  1. Extrazelluläre Ablagerung von ß-Amyloid-Plaques in der gesamten Hirnrinde, bestehend aus plättchenförmig aneinander gelagertem ß-Amyloid-Peptiden.
  2. Bildung von intrazellulären Bündeln (Tangels) aus dem Tau-Protein, das üblicherweise der Ernährung mit Mikronährstoffen und der Signalübermittlung in Neuronen dient. Durch die pathologische Bündelung geht diese Funktion verloren, was logischerweise die Zellfunktion schädigt.
  3. Synaptische Dysfunktion - eine Störung der Informationsübermittlung in den Synapsen (Verbindungsstellen zwischen 2 Nervenzellen)durch dazwischen gelagerte ß-Amyloid-Plaques.
      Synaptische Dysfunktion  
  4. Massiver Verlust von Neuronen bes. im Hypocampus und im gesamten Neocortex, der Hirnrinde, der zu einer deutlich erkennbaren Hirnatrophie führt.
      Neuronenverlust  

    Die wissenschatfliche Literatur, die aus ökonomischen Gründen nicht Eingang in die gängigen Fachjournale findet, kommt in Tausenden von Arbeiten aus renommierten Forschnungsinstituten in der ganzen Welt zu weiteren, essenziellen Erkenntnissen, die für das Verständnis, die Prävention und Therapie dieser Erkrankung von entscheidender Bedeutung sind.

    Danach ist die Alzheimer Erkrankung ist Folge von:
  5. Nitosativem Stress - d.h. der Einwirkung von pathologisch erhöhtem induzierbarem Stickoxid (iNO) und seinem agressiveren Abbauprodukt Peroxinitrit (ONOO), auch Radikal Nitrogen Species (RNS) genannt, die zu einer irreversiblen Schädigung der Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen, führen. Seine Auslöser sind:
    • Virale, bakterielle und parasitäre Infektionen
    • Physische Traumata, besonders im Bereich des Halses und Kopfes
    • Schwere psychische Traumatisierungen
    • Toxische Belastung mit diversen Umweltgiften und Chemikalien (Insektizide, Pestizide, Lösemittel etc.)
    Dieser wird verstärkt durch:
    • Starke geistige und körperliche Belastung
    • Bakterielle und Virale Infekte
    • Psychostress
    • Nitratreiche Ernährung (Geräucherte Nahrungsmittel, mit Kunstdünger belastete Nahrungsmittel)
    • Medikamente (Antibiotika, Statine, Nitrate, Potenzmittel, Arginin, Herzmittel wie Enalapril etc.)
    • Instabilität der HWS
    • KH-reiche Ernährung
  6. Oxidativem Stress – der pathologischen Vermehrung sog. Reaktiver Sauerstoffspezies (ROS), auch Freie Radikale genannt, die in erster Linie in den Mitochondrien produziert werden und dieselben und alle anderen Moleküle und Zellstrukturen schwerstens, bis hin zum Zelltod schädigen können.
    • Umweltgifte wie Pestizide, Dioxine, Furane, Lösemittel etc.
    • Nikotin und Alkohol
    • Toxische Schwermetalle wir Quecksilber, Aluminium, Palladium, Blei, aber auch Eisen und Kupfer sowie alle sog. Übergangsmetalle
    • Synthetische Medikamente und ihre Abbauprodukte
    • Ozon
    • Elektromagnetische Strahlungen (Handy, W-Lan, Mobilfunk), sog. Elektrosmog
    • Röntgen-und Gammastrahlung
    • Psychischer Stress!!
    Es gibt einen Menge Anhaltspunkte dafür, dass Oxidativer Stress und Nitrosativer Stress der Bildung von ß-Amyloid-Plaques, die den Oxidativen Stress sogar noch sekündär verstärken, vorrausgehen und somit die eigentliche Ursache der Alzheimer Erkrankung sind!
  7. Mangel an wichtigen Vitaminen, Antioxidantien, Aminosäuren und Hormonen:
    • Vitamin B1 und B12
    • Folsäure – mit Folgen wie Anstieg des Homocysteins, einer gefässaggressiven und Neuronen schädigenden Aminosäure (auch bei B6 und B12 Mangel auftretend!)
    • DHEA – ein Prohormon der Nebenniere
    • Mangel an Serotonin und Melatonin durch Einwirkung von RNS
    • Mangel an wichtigen, körpereigenen Antioxidativen Enzymen wie: Glutathion Selenabhängig, Superoxiddismutase (Zink,- Kupfer- und Mangan abhängig)
    • Mangel an Cystein, einer Schwefelhaltigen Aminosäure, Bestandteil des Glutathions, und selbst wichtiges Antioxidans und bedeutend bei der Ausleitung toxischer Schwermetalle!
    • Relativer, dem erhöhten ROS und RNS-spiegel entsprechender, Mangel an wichtigen antioxidativen Vitaminen wie Vitamin C, A, D, E, K2, B2 etc.
    • Mangel an Coenzym Q 10 und Carnitin
    • Mangel an Omega 3 Fettsäuren, besonders der Docosahexaensäure DHA,und damit Folge typischer
    • Westliche Ernährung, die in vielerlei Hinsicht krankmachend, weil mangelhaft und toxisch belastet, ist. Asiaten haben aufgrund ihre andersartigen Ernährung eine wesentlich niedriger Rate an Alzheimer-Erkrankungen.
      Umweltgifte wie Pestizide, Dioxine, Furane, Lösemittel etc.

Diagnostik

Wenn Verdacht auf eine evtl.beginnende Demenz – meist fallen Veränderungen des Kurzzeitgedächtnisses auf – dann wird man üblicherweise bei einem Neurologen oder Psychiater untersucht. Dies beinhaltet

  • Neurolog. Untersuchung
  • EEG
  • Farbdopplersonographie der Hirnarterien
  • Evtl. CT oder MNR
  • Neuropsycholog. Testverfahren
  • Evtl. genetische Diagnostik

Sollte sich der Verdacht auf Vorliegen einer Frühform der Alzheimer Demenz bestätigen, dann müssten eigentlich folgende weiteren, primär laborchemischen Untersuchungen erfolgen, ohne die eine sinnvolle Therapie, die fähig ist die Erkrankung zu stoppen, bezw. zu verlangsamen

  1. Messung der individuellen Radikalspiegel beziehungsweise Parameter des Oxidativen oder Nitrosativen Stresses als da sind:
    1. Hydroperoxide und Lipidperoxide
    2. Nitrotyrosin im Serum, Citrullin, Nitrophenylessigsäure und Methylmalonsäure im Urin
    3. Ox. LDL-Cholesterin
    4. Homocystein
    5. DNS - Oxidationsprodukte
  2. Messung der Antioxidativen Kapazität und einzelner Antioxidativer Enzyme, deren Spiegel bei AMD Patienten häufig deutlich erniedrigt ist:
    1. Antioxidative Kapazität (AK)
    2. Superoxiddismutase (SOD)
    3. Glutathion-Peroxidase, Glutathion, Glutathion-S-transferasen
    4. Katalase, Coenzym Q 10
  3. Keine Untersuchung wichtiger Mikronährstoffe, Spurenelemente und Vitamine:
    1. Vitamin B1,B2,B3,B6,B12, C, E, A und D und Folsäure
    2. Zink, Selen,Kupfer, Magnesium, Mangan, Jod
    3. Cystein, Thiole,
    4. Carnitin
    5. Osteocalcin
  4. Fettsäurenanalytik zur Bestimmung der Omega 3 Fettsäuren und des Omega 3 Index
  5. Evtl. Aminosäurenstatus – bes. Cystein, Glutamin, etc sind von Bedeutung
  6. DMSA – Test zur Bestimmung toxischer Schwermetalle im Urin.
  7. Untersuchung auf Umweltgifte: PCB, Insektizide etc., auch zur Verlaufsbeobachtung wichtig
  8. Genalalytik: ApoE4 Gen, Genet. Enzympolymorphismus der Entgiftungsenzyme
  9. Untersuchung der individuellen Resorption und der Blutspiegel verordneter AO, die bei gleicher Dosis um den Faktor 10 differieren können!! um eine bedarfsadaptierte Dosierung von Antioxidantien zu erreichen.

Sinnvolle Prävention von Demenzerkrankungen

  1. Untersuchung auf: Oxidativen Stress- Nitrosativen Stress- Metalle
  2. Körperlich und geistig rege bleiben: Hirnareale, die nicht genutzt werden nehmen ab, genutzte Hirnareale werden grösser!
  3. Mediterrane Ernährung – LOGI-Kost. 2-3 / Woche Seefisch (Makrele,Lachs,Hering) Biologische Nahrungsmittel. Sicherer und im Krankheitsfalle immer!! ist täglich 3 x 1 Omega 3 Lachsölkapsel
  4. Reichlich Grünen Tee trinken – EPCG (Epigallocatechingallat) wirkt antioxidativ,antitumorös und kann ß-Amyloid-Plaques auflösen!!
  5. Curcumin ½ - 1 Teel + Messerspitze Pfeffer (2000fach bessere Aufnahme!) + 1 Teel. Olivenöl über Salat, Gemüse, in Suppe. Stärkste antientzündliche, antioxidative, antinitrosative und antitumoröse, natürliche Substanz
  6. Detoxifikation mit: Vitamin C, A, D und B2 – nur unter Ärztlicher Überwachung!
  7. Schwermetallausleitung nach vorherigem DMSA-Test. Zuvor aber Entfernung aller Amalgamfüllungen bei ganzheitlichem Zahnarzt.Bei Ausleitung reichlich trinken.
  8. Je nach Untersuchungsbefund:
    • Substitution von Vitamin B1, B6, B12 (Bei Nitrosativem Stress in Hochdosis!!), Folsäure, DHEA, und Vitamin E.
    • All diese Substanzen haben neuroprotektiven Charakter und wurden bei AD-Patienten vermindert nachgewiesen!
  9. Meiden von:
    Synthetischen Medikamenten, Nikotin, Alkohol (Ausnahme: 1 Glas Rotwein/ Tag)

Ganzheitliche Therapie von Anfangsstadien der Alzheimer-Erkrankung

  • Vitamin E – als Tocotrienol 50mg - 3 x 3
  • Vitamin C 1000 - 3 x 1-5
  • Curcuma (Pulver) - 2 x ½ Teel. + Pfeffer+Öl
  • Alpha-Liponsäure - 1 x 1
  • L-Acetyl-Carnitin - 3 x 1
  • Vitamin A, D, B2 und K2
  • Injektionstherapie mit Hochdosiertem Vit.B12 + Folsäure + B6
  • Evtl. Infusionstherapie
  • Erst danach Schwermetallausleitung mit DMSA oder EDTA
  • Entsäuerung - Nemabas, Bullrichsalz, Na-Bicarbonatinfusionen
  • Ersatz von Mineralien: Selen, Zink, Mangan etc.
  • Omega - 3 Fettsäuren, 3 x 1-2 Fischoelkapseln

Ansonsten gelten diegleichen Empfehlungen wie für die Prävention!!

  • Geistiges und Körperliches Training, Ernährungsumstellung, Grüner Tee,
  • Detoxifikation von Umweltgiften und Schwermetallen!
  • Kontrolle des Oxidativen und Nitrosativen Stresses!!

Resümee

Alter ist keine Krankheit! Wir können immer etwas tun!

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