Neurodegenerative Erkrankungen: Alzheimer-Demenz – Parkinsonsyndrom - ALS

Die Alzheimerdemenz ist die Folge einer progredienten Zerstörung von Nervenzellen des Gehirns und führt zu einem schleichenden Verlust von Gedächtnis, Konzentration, Leistungsfähigkeit, Orientierung- und Urteilsfähigkeit, einhergehend mit neuropsychologischen Störungen und in den späten Stadien motorischen Ausfällen und völligem Verlust der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit.

Wer sich vergegenwärtigt, dass es diese rasante Vermehrung auch bei anderen chronischen Zivilisationserkrankungen gibt, dem wir klar, dass dies nicht nur an der Überalterung der Bevölkerung, sondern vor allem an den Lebensumständen in den westlichen Zivilisationsländern liegt.

Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt.

Es gibt sehr viele Anhaltspunkte dafür, dass Oxidativer und Nitrosativer Stress die eigentliche Ursache der Alzheimererkrankung sind. In deren Folge kommt es natürlich zu Mangelzuständen an diversen Vitaminen, Hormonen, antioxidativen Enzymen, wichtigen Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren und vielem mehr. Die westliche Ernährung, die in vielerlei Hinsicht krankmachend, weil mangelhaft und toxisch belastet ist, scheint die Erkrankung zu fördern, denn Asiaten haben auf Grund ihrer andersartigen Ernährung eine wesentlich niedrigere Rate an Alzheimererkrankungen.

Meine klinischen Erfahrungen zeigen, dass durch richtig dosierte Antioxidantientherapie, der Abbauprozess des Zentralnervensystems weitgehend gestoppt werden kann.
Je früher man mit einer entsprechenden Therapie beginnt, umso größer die Erfolgschancen.

Lesen sie mehr über Die Alzheimer-Demenz: Hintergründe - Ursachen – Prävention und Therapie

Nicht viel anders verhält es sich mit der Behandlung des sogenannten Parkinsonsyndroms, bei dem es durch fortschreitenden Untergang von Dopamin -produzierenden Nervenzellen im Mittelhirn zu gravierenden Störungen der Bewegung, erhöhtem Muskeltonus und einem Zittern von Kopf oder Extremitäten kommen kann.

Die Patienten fallen durch eine starre Mimik, fehlende Mitbewegung, Verlangsamung aller Bewegungen, gebückte Haltung und ein maskenhaftes Gesicht auf. Man weiß heute, dass diese degenerative Erkrankung letztlich auch andere Hirnabschnitte miteinbezieht und zu dementiellen Symptomen führen kann.

Auch wenn behauptet wird, die Ursache dieser Erkrankung sei letztlich unbekannt, so ist dies falsch und irreführend, denn es gibt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten, die darauf hindeuten, dass folgende Faktoren ganz wesentlich für die Auslösung der Erkrankung sind:

Englische Forscher haben schon 1990 bestätigt, dass Parkinsonpatienten einen bestimmten Defekt innerhalb der mitochondrialen Enzyme (sogenannte Atmungskette) aufweisen.

Es lohnt sich, sich tiefer mit der eigentlichen Pathogenese dieser Erkrankung auseinanderzusetzen, denn so ergeben sich neue therapeutische Möglichkeiten, die den Verlauf und die Prognose ganz entscheidend beeinflussen können.

Lesen sie mehr über Ganzheitliche Therapie des Parkinsonsyndroms...

Die ALS (Amyotrophen Lateralsklerose) ist eine sogenannte Motoneuronerkrankung, die zu einer progredienten Zerstörung motorischer Bahnen im Rückenmark und in verschiedenern motorischen Zentren im Gehirn führt. Die eigentliche Ursache ist unbekannt.

In den 3-4% erblicher Fälle fand sich ein genetischer Defekt, der zu einer Minderaktivität eines wesentlichen Antioxidativen Schutzenzymens der Nervenzellen ( SOD Superoxid-dismutase ) führte. Auch aus diesem Grund lag es nahe, anzunehmen, dass Oxidative Vorgänge ( Oxidativer und Nitrosativer Stress ) zur Zerstörung von Nervenzellen führen können.

Es kommt zu einer fortschreitenden und irreversiblen Schädigung oder Degeneration der Nervenzellen (Neuronen), die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind. Durch die Degeneration kommt es zur zunehmenden Muskelschwäche (Lähmung, Parese), die mit Muskelschwund (Amyotrophie) und mit einem erhöhten Muskeltonus (Spastik) einhergeht.

Durch die Lähmungen der Muskulatur kommt es unter anderem zu Gang-, Sprech- und Schluckstörungen, eingeschränkter Koordination und Schwäche der Arm- und Handmuskulatur und dadurch zu einer zunehmenden Einschränkung bei den Aktivitäten des täglichen Lebens. Es kommt zu zunehmenden Schluckstörungen und die Lähmung der Atemmuskulatur kann eine Dauerbeatmung notwendig machen.

Die Amyotrophe Lateralsklerose gilt als nicht heilbar. Dennoch:

Hat die Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut Göttingen bereits 2003 eine Studie veröffentlicht, wonach die Überlebenszeit von ALS-Patienten im Durchschnitt um bis zu 70 % durch Anwendung von Melatonin in einer Dosierung von 300 mg pro Suppositorium gesteigert werden konnte.

Zugleich ist durch mehrere andere und eine ausführliche englische Studie belegt, dass Oxidativer Stress bei dieser Erkrankung eine wesentliche Rolle spielt. (Mark R. Cookson and Pamela J. Shaw. "Oxidative Stress and Motor Neurone Disease". Brain Pathology 9: 165-186; 1999)

Da eine ernstzunehmende schulmedizinische Therapie – Rilutek führt statistisch gesehen bei einem monatlichen Kostenaufwand von ca. 500 Euro (!) zu einer Lebenszeitverlängerung von ca. 6 bis max. 12 Wochen (!) – nicht besteht, ist die hochdosierte Anwendung von Melatonin und anderen Antioxidantien, mitunter auch von Lipostabilinfusionen nach Patricia Kane sehr hilfreich und kann die Progredienz verlangsamen und das Überleben wesentlich verlängern. In Einzelfällen wurde sogar ein weitgehender Stillstand der Erkrankung beobachtet.