Diabetes mellitus - Eine Energiemangelkrankheit

Schon seit 1989 ist aus Tierversuchen amerikanischer Forscher bekannt, dass die wohl- bekannten Komplikationen bei Diabetes mellitus Folge von maximal verstärkter Sauerstoffradikalbildung in den kleinen Gefäßen sind. Schon damals fand man heraus, dass durch Gabe hochdosierter Antioxidantien (Vitamine, Pflanzenstoffe etc.) die zellschädigende Qualität des Blutes diabetischer Ratten völlig beseitigt werden konnte.

USA-amerikanische Forscher haben in einer federführenden Arbeit im Februar 2010 bestätigt, dass sowohl erhöhte Blutzucker- als auch Fettsäurespiegel die vermehrte Bildung von Sauerstoffradikalen verursachen, die Freisetzung von Insulin aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse vermindern und zusätzlich Auslöser der sogenannten Insulinresistenz der Gewebe sind. Sie betonen ausdrücklich, dass die vermehrte Sauerstoffradikalbildung nicht der alleinige, aber einer der Hauptfaktoren für die Entwicklung der diabetischen Erkrankung und ihre Komplikationen ist.

Die wissenschaftlichen Daten untermauern zwischenzeitlich unzweifelhaft, dass eine hochdosierte Antioxidantientherapie zumindest genauso wichtig ist, wie die diätetische Senkung des Blutzuckerspiegels, und dass häufig zuvor verordnete blutzuckersenkende Medikamente in der Dosis reduziert werden können oder eine vorherige Insulintherapie abgebrochen werden kann.

Die Lebenserwartung eines Diabetikers, der nicht adäquat behandelt wird – und dies ist die Regel - ist auf Grund einer erhöhten Herzinfarkt- oder Schlaganfallrate, der Entwicklung von Nierenversagen (diabetischer Nephropathie), schwerer Gefäßverschlusserkrankungen mit Amputationsfolge usw. deutlich reduziert.
In allen Fällen ist die eigentliche Ursache die sogenannte Mikroangiopathie. Hier hat man festgestellt das durch diabetes-typische Eiweißzuckerverbindungen ( AGEs) die Radikalproduktion im Bereich der kleinen Gefäße um den Faktor 50 erhöht wird ! Über 10.000 Erblindungen in der Folge von Diabetes mellitus pro Jahr könnten so verhindert werden, wenn man die wissenschaftlichen Daten endlich in praktizierte Medizin umsetzen würde.

Vor dem Hintergrund dieser eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, kann eine richtig dosierte, individuell abgestimmte hochdosierte Antioxidantientherapie nicht nur die Komplikationen des Diabetes mellitus verhindern, sondern auch die statistisch reduzierte Lebenserwartung von Diabetikern entsprechend verlängern.

Es ist deshalb erforderlich, die Parameter für Oxidativen und Nitrosativen Stress, antioxidative Enzyme, wichtige Spurenelemente und Mineralien mitzuuntersuchen und entsprechende Mangelzustände zu beheben.
Vor dem Hintergrund des Leides der Betroffenen ist die von unabhängigen Wissenschaftlern immer wieder geforderte Entwicklung einer staatlich geförderten Forschung, die aus der Abhängigkeit von der pharmazeutischen Industrie und ihren rein ökonomischen Interessen befreien könnte, unbedingt zu unterstützen.